Nervensystem regulieren

Ein reguliertes Nervensystem ist die Grundlage für innere Ruhe, Wohlbefinden und Belastbarkeit. Doch Dauerstress, Reizüberflutung und ständige Erreichbarkeit bringen unser Nervensystem schnell aus dem Gleichgewicht. Die Folgen können Schlafprobleme, Unruhe, Reizbarkeit und Erschöpfung sein.

Aber es gibt Möglichkeiten dein Nervensystem zu beruhigen. In diesem Artikel findest du 10 alltagstaugliche Tipps, die einfach umsetzbar sind. Probiere die verschiedenen Tipps aus und schaue was dir gut tut. Nicht jede Möglichkeit passt für jeden, da wir Menschen verschieden sind.

Atemtechnik zur Beruhigung

Dein Atem ist direkt mit dem Nervensystem verbunden. Wenn du flach und hektisch atmest, bleibt der Körper im Stressmodus. Atmest du dagegen langsam und tief in den Bauch, schaltest du automatisch in den Ruhebereich.

Eine wirkungsvolle Atemübung ist die 4-7-8 Atemtechnik. Du atmest 4 Sekunden lang ein, dann hältst du 7 Sekunden den Atem an und atmest dann 8 Sekunden aus. Durch das bewusste und tiefe Atmen kann sich der Herzschlag verlangsamen und ein Gefühl der Ruhe wird gefördert.

Reizüberflutung reduzieren

Ständige Informationen, Benachrichtigungen und Hintergrundgeräusche überfordern das Nervensystem schneller, als viele denken. Plane deshalb gezielt reizärmere Zeiten ein. Ein Spaziergang ohne Handy, ein paar Minuten ohne Bildschirm oder eine Tasse Tee ohne nebenbei etwas zu konsumieren helfen dem Nervensystem wieder herunterzufahren.

Schlaf als wichtigste Regulationsphase ernst nehmen

Guter Schlaf ist eine der stärksten Maßnahmen zur Nervensystem-Regulation. Entscheidend sind nicht nur die Stunden, sondern auch die Qualität. Ein dunkler Raum, regelmäßige Schlafzeiten und eine bildschirmfreie Phase vor dem Zubettgehen verbessern die Erholung deutlich.

Soziale Nähe als natürlicher Beruhigungsfaktor

Der Mensch ist biologisch auf Co-Regulation ausgelegt. Das bedeutet, wir beruhigen uns über Kontakt. Ein ruhiges Gespräch, gemeinsames Sitzen oder eine Umarmung können messbar entspannend wirken. Vertraute Gesichter und Stimmen senden dem Nervensystem Sicherheitsbotschaften, die allein oft schwer zu erzeugen sind.

Kälte – und Wärmereize gezielt nutzen

Wärme wirkt meist beruhigend und entspannend. Ein warmes Bad, eine Dusche oder ein heißer Tee können helfen, den Körper in den Ruhemodus zu bringen.

Kurze Kältereize, z.B. kaltes Wasser im Gesicht oder über die Handgelenke, können dagegen wie ein Reset wirken und das Nervensystem neu ausrichten.

Sanfte Bewegung statt Leistungsdruck

Um das Nervensystem zu regulieren, braucht es nicht unbedingt intensiven Sport. Gleichmäßige, rhythmische Bewegung wirkt oft besser als harte Workouts.

Spazierengehen, lockeres Radfahren oder Yoga senden beruhigende Signale an den Körper. Wichtig ist nicht die Dauer, sondern die Regelmäßigkeit. Tägliche Bewegung in ruhigem Tempo kann Stresshormone effektiv abbauen.

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